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Der ökomorphologische Zustand eines Gewässers beschreibt seinen Natürlichkeitsgrad. Menschliche Eingriffe haben die Gewässer in den letzten Jahrhunderten stark verändert. Flüsse wurden kanalisiert und ihre Ufer und Sohle verbaut. Kleinere Gewässer wurden oft eingedolt. Gründe dafür waren zum einen der Hochwasserschutz, zum andern der Raumbedarf für Landwirtschaft, Siedlung, Verkehr und Infrastruktur.
Das neue Kartenthema C04 Ökomorphologie der Fliessgewässer vermittelt eine Übersicht zum ökomorphologischen Zustand der Fliessgewässer in der Schweiz. Es macht die Auswirkungen der genannten Veränderungen sicht- und vergleichbar und trägt wesentlich zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit bei. Es unterstützt Behörden und Planungsbüros dabei, den Revitalisierungsbedarf einzelner Gewässer zu ermitteln und bei Gewässersanierungen Prioritäten zu setzen.
Der neu aus aktuellen kantonalen Daten zusammengestellte Datensatz stellt ein Update zum 2009 vom Bundesamt für Umwelt veröffentlichten Datensatz dar. Die Analysemöglichkeiten der Plattform hydromaps.ch ermöglichen zusätzlich die Analyse und grafische Zusammenfassung der ökomorphologischen Zustände auf Einzugsgebiets-, Gemeinde- oder Kantonsebene.
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